Forstbehörde schiebt Abholzung für Feuerwehrneubau klaren Riegel vor
Nach der Aufsichtsbehörde des Landkreises bestätigt nun die zweite übergeordnete Behörde
die Unzulässigkeit der Waldvernichtung am Güterfelder Damm


Feuerwehrwald STAHNSDORF | Nach dem Ankaufsbeschluss für eine Waldfläche am Güterfelder Damm, den die Kommunalaufsicht beim Landkreis Potsdam-Mittelmark wiederholt als rechtswidrig eingestuft hat, positioniert sich eine weitere übergeordnete Behörde unmissverständlich zum Sachverhalt.
So teilte der Landesbetrieb Forst Brandenburg der Gemeindeverwaltung mit Schreiben vom Mittwoch mit, dass eine „Umwandlung von Wald in Bauland für eine Feuerwehr […] aus forstrechtlicher Sicht nicht in Aussicht gestellt und im weiteren B-Plan-Verfahren abgelehnt [wird].“
Sowohl die planungsrechtlichen Voraussetzungen als auch die in der Begründung aufgeführten Rechtsnormen und Ausführungen lassen eine Umnutzung von Wald nicht zu. Somit ist der geforderte Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan Nr. 15 „Freiwillige Feuerwehr am Güterfelder Damm“ in gleich doppelter Hinsicht hinfällig.

Neue Bäume für den Dorfplatz

2017 03 23 baumpflanzungSTAHNSDORF | Zwei Linden und eine Eiche wurden am 23.3.2017 als Ersatzpflanzungen für die im vergangenen Jahr gefällten Nadelbäume in die Erde gebracht.
Auf dem Stahnsdorfer Dorfanger standen einst nur Laubbäume, die Nadelgehölze kamen später "einfach" dazu.
Auf Basis des Vorschlags der Agendagruppe "Historischer Ortskern" in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsplaner Ansgar Heinze und der Gemeindevertretung Stahnsdorf ist ein Pflege- und Entwicklungskonzept beschlossen worden, das die Aufenthaltsqualität auf dem Dorfplatz verbessern und und den ursprünglichen Charakter behutsam entwickeln soll.
(TKSzeit, 22.3.2017, ca | Foto: ©.A.)

Kreatives Jubiläum: 25 Jahre Jugendkunstschule

jks 25 2017 03 17TELTOW | Wo können sich Hobbykünstler in ihrer Freizeit kreativ betätigen? Experimentieren, ausprobieren oder spontan drauflos malen? Ganz einfach: in der Jugendkunstschule Teltow! Sie bietet ihren Kursteilnehmern kreativen Raum – und das seit mittlerweile 25 Jahren. Denn am 17. März 2017 wird sie 25 Jahre alt.

Ein Vierteljahrhundert früher, am 17. März 1992, rief der damalige Dezernent für Schule, Kultur und Soziales und heutige Bürgermeister Thomas Schmidt die kulturpädagogische Einrichtung unter dem einstigen Stadtoberhaupt Valentin Groth ins Leben. Seit ihrer Gründung trägt die Jugendkunstschule dazu bei, das städtische Kunst- und Kulturleben durch vielseitige und qualitätsvolle Arbeitsergebnisse zu bereichern und ist längst zu einer festen Größe der außerschulischen kulturellen Bildungs- und Freizeitarbeit geworden.

"Nicht ohne meine Kamera"
Der Mann mit Hut wird 75

Eberhard Derlig 2016 1TELTOW | Man kann ihn getrost ein Original der Region nennen – Eberhard Derlig, den Mann mit seinem unverkennbaren Lederhut. Regiefach hat er studiert, Dokumentation ist sein Ding, Zeitgeschehen fest- und für nachfolgende Generationen zu erhalten, seine Mission. Ein eigener Sender schien ihm als probates Mittel mehr als geeignet, und so gründete er im Dezember 1995 den teltOwkanal, den ersten regionalen Privatsender, der computerunterstützt produziert hat. Hinzu kamen tv-lu (Ludwigsfelde), luck-tv (Luckenwalde), sabinchen-tv (Treuenbrietzen) sowie jüterbog- und rangsdorf-tv. Zum 15-jährigen Jubiläum des Senders wurde ihm und seinem gesamten Team die Ehre zuteil, sich in das Goldene Buch der Stadt Teltow einzutragen. Der teltOwkanal wird heute von seinem Sohn geführt.
Derlig, der Kulturarbeiter, denn Kultur, das ist auch so ein Ding – sein Ding. Viele Jahrzehnte war er in der Kulturlandschaft Potsdams und der Region unterwegs, hauptberuflich und bis heute ehrenamtlich. Derlig, der Initiator und Impulsgeber. Dass aus Teltows ehemaliger alten Feuerwache in der Ritterstraße ein Bürgerhaus wurde, liegt auch mit an ihm. Ebenso die Gründung der Jugendkunstschule Teltow, die er selbst viele Jahre geleitet hat. Das Altstadtfest hat er erfunden, und am Teltower Stadtblatt war er einst maßgeblich beteiligt. Er ist Kurator vieler Ausstellungen, im Verein Teltow ohne Grenzen e.V. aktiv und in der Teltower FDP und: Er kann es nicht lassen, geht er aus dem Haus, dann nicht ohne Kamera. Regionales Zeitgeschehen einzufangen (heute im Internet auf TKSzeit.de zu sehen), als Chronist unserer Zeit unterwegs zu sein – das treibt ihn noch immer an. Herzlichen Glückwunsch!
(Pressemitteilung TKSzeit, 22.3.2017, ca | Foto: ©.A.)

Kein wildes Parken mehr auf Grünflächen

klmKLEINMACHNOW | Zum 1. April 2017 tritt in Kleinmachnow die neue Satzung zum Parken auf Grünflächenüberfahrten in Kraft. Ohne Genehmigung stellt das Parken damit vom 1. April 2017 an eine Ordnungswidrigkeit dar, für die auch ein Verwarngeld verhängt wird. Allerdings wird der Außendienst in der ersten April-Woche noch ein Auge zudrücken und statt Knöllchen freundliche Erinnerungen unter die Scheibenwischer klemmen. Die betroffenen Haushalte werden noch einmal gesondert über das Inkrafttreten der Satzung informiert
Ziel dieser neuen Regelung ist es, der zunehmenden Bodenverdichtung und der Vernichtung von Rasenflächen durch dort parkende Fahrzeuge entgegenzuwirken und damit die Versickerung von Oberflächenwasser auf den Grünflächen zu verbessern.
Die Satzung zur Regelung des Parkens und Haltens auf Grünflächenüberfahrten in der Gemeinde Kleinmachnow wurde im Amtsblatt 01/2016 veröffentlicht und kann im Ordnungsamt sowie im Internet unter www.kleinmachnow.de/Satzungen eingesehen werden. Zum typischen Ortsbild Kleinmachnows gehören breite Grünstreifen entlang der Straßen. Zur Erreichung eines Grundstückes über eine gemeindliche Grünfläche mit einem Fahrzeug werden Grünflächenüberfahrten jedoch von jeher genehmigt. Oftmals werden dann aber die Fahrzeuge direkt auf den Überfahrten, also inmitten der Grünflächen geparkt. Dies soll mit der neuen Satzung grundsätzlich unterbunden werden.