Böse, respektlos, kriminell – beispiellose Zerstörungswut

STAHNSDORF | Mit Entsetzen, tiefem Schock und fassungsloser Verzweiflung steht die Verwaltung des Südwestkirchhofs Stahnsdorf vor einer Welle beispielloser Zerstörungswut. Unbekannte haben an 18 verschiedenen Stellen die über 4.000 Meter lange Einfriedung des historischen Friedhofsgeländes gezielt und mit massiver Gewalt aufgeschnitten.

Die jahrelange, kräftezehrende Arbeit des kleinen Gärtnerteams, das Kulturdenkmal, den Landschaftsgarten und die Ruhestätte vor dem Einfall von Schwarzwild zu schützen, wurde in wenigen Nächten mit voller Absicht zunichtegemacht.
Der emotionale und wirtschaftliche Schaden ist kaum in Worte zu fassen. Um den Kirchhof zu sichern, hatten die Mitarbeiter in den vergangenen Jahren in unzähligen Arbeitsstunden den 4,0 Kilometer langen Zaun kontinuierlich gewartet, Baustahlmatten tief in den Boden eingegraben und sogar zusätzliche Schutzzäune errichtet. Nachdem vor Kurzem erste Spuren und schwere Wühlfelder aufgetaucht waren, folgte bei der Ursachensuche die schreckliche Gewissheit. Die Zäune wurden nicht etwa durch Tiere beschädigt, sondern von Menschen vorsätzlich aufgeschnitten.
Der Tiefpunkt dieses unfassbaren Skandals: Die Täter beließen es nicht beim Aufschneiden der Zäune. Auf dem Friedhofsgelände wurden an mehreren Baumstämmen gezielt Lockstoffe für Wildschweine angebracht, um die Tiere systematisch auf das Areal zu ziehen.

Die Folgen dieser kriminellen Energie sind verheerend:

  • Zerstörung des Kulturdenkmals: Täglich verzeichnen die Mitarbeiter neue, großflächige Verwüstungen auf den historischen Park- und Landschaftsflächen.
  • Gefahr für Trauernde und Besucher: Für Friedhofsgäste und Personen mit Hunden besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch aufgeschreckte Wildschweine.
  • Drohende Grabschändungen: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Tiere frisch gestaltete Grabstätten aufwühlen – ein unermesslicher emotionaler Schock und Schmerz für alle Angehörigen, die hier um ihre Verstorbenen trauern.

Die Friedhofsverwaltung ist erschüttert über das Ausmaß an Bösartigkeit und Respektlosigkeit gegenüber Totenruhe, Natur und menschlicher Arbeit. Es wurde umgehend Strafanzeige bei der Polizei gegen Unbekannt erstattet – unter anderem wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung sowie weiterer Delikte.

Die Friedhofsverwaltung appelliert dringend an die Bevölkerung und Anwohner: Bitte melden Sie verdächtige Beobachtungen oder Hinweise umgehend der Friedhofsverwaltung, um dieses kriminelle Treiben rasch zu beenden.

Kontakt Friedhofsverwaltung: Tel.: 03329-62315
Ansprechpartner für Presse: Olaf Ihlefeldt (Friedhofsleiter) Tel.: 0179-3793503

(Pressemitteilung Südwestkirchhof Stahnsdorf, 9.9.2026)